Kreis Hildesheim -Kreisgebiet Bergstraße - Kreisinfo Ortschaften - Städte - Orte Branchen Bergstraße - Unternehmen suche Bergstraße - suchen Stellenmarkt Hildesheim - Stellenangebote Veranstaltungen Bergstraße - Events Sonderangebote Bergstraße - Angebote Kreisgebiete Deutschland - Landkreise Singlebörse - Partnertest - chat Notrufnummern - Links

Besucher die auf dieser Seite waren, interessierten sich auch für:

SEITEN:

Alfeld
Algermissen
Bad Salzdetfurth
Bockenem
Diekholzen
Duingen
Elze
Freden
Giesen
Gronau
Harsum
Hildesheim
Holle
Lamspringe
Nordstemmen
Sarstedt
Schellerten
Sibbesse
Söhlde

Sie befinden sich momentan hier:
Startseite > Ortschaften >
Schellerten

Schellerten - Informationen - Unternehmen    

Einwohner: 8.823 Fläche: 80,01 km² Postleitzahl: 31174 Kennzeichen: HI
 

Schellerten ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Hildesheim in Niedersachsen.

Topografisch liegt die Gemeinde Schellerten in der Hildesheimer Börde am Übergang des Harzvorlandes zur Norddeutschen Tiefebene. Wenige Kilometer südlich des Kernorts liegt der Höhenzug Vorholz.

Die Gemeinde entstand 1974 aus den folgenden Ortschaften, die heute die zwölf Ortsteile der Gemeinde bilden:

* Ahstedt * Bettmar * Dingelbe * Dinklar * Farmsen * Garmissen-Garbolzum * Kemme (im Gau Valen) * Oedelum * Ottbergen * Schellerten (Gemeindesitz) * Wendhausen * Wöhle

Tischlerei Schulze

Schellerten wird erstmals 1244 namentlich genannt. In dieser ältesten datierten urkundlichen Erwähnung überträgt der Hildesheimer Bischof Konrad dem Hildesheimer Kreuzstift drei Hufen Land in Schelerthe.

Ottberger Holzbau

Schellerten, im sogenannten Kleinen Stift des Fürstbistums Hildesheim gelegen, wird 1556 evangelisch-lutherisch. Trotz massiver Rekatholisierungsversuche unter Fürstbischof Ernst von Bayern (1573-1612) gelingt die Wiedereinführung der katholischen Religion in Schellerten nicht mehr. Maßgeblichen Anteil daran haben der Schellerter Pastor Ulrich Gerlandt sowie Herzog Heinrich Julius von Braunschweig, an den die Schellerter Bürger 1604 das Patronatsrecht an ihrer Kirche übertragen. Unter Verletzung von Reichsrecht (Augsburger Religionsfrieden, Cuius regio, eius religio) sorgt der Herzog 1610 mit Waffengewalt dafür, dass Schellerten lutherisch bleibt.

Zu Zeiten von Pastor Gerlandt stürzt 1603 der Schellerter Kirchturm ein. Erst 1615 ist er wieder aufgebaut. Das 1766 gebaute Kirchenschiff der ev.-luth. Kirche ist mit einem Kanzelaltar und Orgelprospekt im Rokoko-Stil sowie drei Deckenfresken des Hildesheimer Barockmalers Joseph Gregor Wink ausgestattet. Sie zeigen Christi Geburt, Tod und Auferstehung.

Zwischen 1850 und 1861 findet die Spezialteilung der Gemeinheiten und Verkoppelung der Feldmark von Schellerten verbunden mit der Aufhebung der Feld- und Wiesenbehütung statt. Aus der bisher von verschiedensten Grundherren abhängigen bäuerlichen Gemeinschaft entsteht eine Gemeinde mit selbständigen Bauern, die Eigentümer ihrer Ländereien sind.

1873 nimmt die Ahstedt-Schellerter-Zuckerfabrik AG ihren Betrieb auf. Sie produziert bis 1964 selbständig Zucker aus den Rüben der Region. Dann fusioniert sie mit der Zuckerfabrik in Rethen. Der Betrieb läuft in beiden Werken zunächst weiter. 1967 stellt die Ahstedt-Schellerter-Zuckerfabrik ihren Betrieb ein. Das alte Zuckerfabriksgelände dient noch rund 15 weitere Jahre als Verladestation für Zuckerrüben, die nun in Rethen verarbeitet werden.

Seit 1974 ist die Ortschaft Schellerten Sitz der gleichnamigen, aus zwölf Orten bestehenden Einheitsgemeinde.

1986 verändert der Bau einer Kartoffellagerhalle die heimische Landwirtschaft. Hatten sich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Zuckerrüben und Weizen zu den Hauptanbaufrüchten entwickelt, werden in der Region nun auch vermehrt Kartoffeln angebaut.

Seit 2006 wächst Schellertern erstmals in seiner Geschichte in größerem Ausmaß Richtung Westen.

Der Gemeinderat der Ortschaft Schellerten wählte in den 1950er Jahren ein Ortswappen für Schellerten. Es zeigt einen Treppengiebel, der aus dem Wappen der Familie von Harlessem übernommen wurde. Die Hildesheimer Patrizierfamilie war erstmals 1439 mit Ländereien in Schellerten belehnt worden. In Anlehnung an das Schellerter Kirchensiegel, das einen Schlüssel zeigt, trägt das Giebelfeld zwei gekreuzte Schlüssel. Die Farben Rot und Gold weisen darauf hin, dass Schellerten einst zum Kernland des Hochstifts Hildesheim gehörte, dessen Farben die genannten sind.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schellerten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

STARTSEITE

Kontakt       Impressum       Unser Portal ist nicht die offizielle Seite des Landkreis Hildesheim .

Startseite
- Kreisinfo - Ortschaften - Branchen


© proweb Consulting: Schellerten - Informationen - Unternehmen