Freden (Leine) ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Sie ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Freden (Leine), mit den Gemeinden Everode, Freden (Leine), Landwehr und Winzenburg.
Freden liegt südwestlich von Alfeld zwischen den Naturparks Weserbergland und Harz. an der Leine.

Für die Gemeinde ist der Ortsteil Meimerhausen ausgewiesen.
Erstmalig wird der Ort 1068 urkundlich als Fredenon erwähnt. Fredenon war ein Archidiakonbezirk mit Grafschaftsrechten in dem Ort Grossfreden, der dem Bischof in Hildesheim unterstand.

Bei Steinbrucharbeiten im Höhenzug Selter bei Freden wurden 1959 am Aschenstein Tierknochen gefunden. Ausgrabungen erbrachten durch die C14-Altersbestimmung einen jungpaläothischen Rentierjäger-Lagerplatz aus der Zeit 15.000 v. Chr. Bis dahin waren keine älteren Besiedlungsreste in Mitteleuropa nicht belegt. Das Leinetal ist für Altersfunde sehr ergiebig, beispielsweise eine Bronzespange in den Apenteichen bei Winzenburg aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. oder römische Münzen 100 v. und 100 n.Chr.

Die Leine trennte die Orte Groß-Freden (um 1000 zum Gau Aringo gehörig) und Klein-Freden (zum Gau Flenithi gehörig ). 1068 schenkte Heinrich IV. einige westlich der Leine gelegene Orte, darunter auch Fredenon (Groß-Freden) an den Hildesheimer Bischof.

1235 führte die Zersplitterung Sachsens zur Loslösung des Bistums Hildesheims. Das Bistum erhielt dabei weltlichen Rechte. Der Bischof nannte sich ab diesem Zeitpunkt Fürst (Fürstentum Hildesheim). Um 1344 errichteten die Herren von Freden die Burg Hausfreden und erwarben 1347 vom Fürstbischof das Dorf Groß-Freden. Sie gaben die Burg bald weiter an die Herren von Wettberg. Deren Nachfolger, die Herren von Rheden, betätigten sich von der Burg aus als Raubritter. Daraufhin wurde die Burg 1402 belagert und zerstört. Nach der Hildesheimer Stiftsfehde 1519/23 gehörte das Amt Winzenburg (damit auch Groß- und Klein-Freden) 120 Jahre lang, von 1523 -1643 zum Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.

Erst 1863-1867 durch die Verkoppelung, Beendigung der Dreifelderwirtschaft mit Aufnahme der Fruchtfolgewirtschaft mit Zuckerrüben kam es zur Verbesserung der ländlichen Lebensbedingungen. Der Auswanderungsdruck ließ nach und auch die Hollandgängerei erübrigte sich. Nach der Begründung des Kaiserreiches begann 1871 eine stürmische Entwicklung von Handel, Gewerbe und Industrie. Es gab 1744 zwar bereits eine Glashütte in Westerberg (grünes Glas) und 1793 die Glashütte in Schildhorst (weißes Glas). 1852 begann der Eisenbahnbau - 1854 wurde Freden erreicht.
1869 gründeten die Gebrüder Obermann in Winzenburg eine Schuhleistenfabrik. Der richtige Aufschwung kam dann 1871 mit dem Beginn der Deutschen Spiegelglas in Freden. 1890 begann das Kalkwerk am Selter. 1894 wurde die Stahl-Leinebrücke gebaut. 1896 wurde der Kalischacht „Hohenzollern“ abgeteuft und 1900 das erste Kalisalz gefördert. 1908 erfolgte der Wiederaufbau der Schuhleistenfabrik Obermann - nach einem Brand. 1910 verzeichnete Freden den wirtschaftlichen Höhepunkt. In 4 Betrieben waren 1.800 Beschäftigte tätig. Der Bahnhof fertigte täglich 2 Güterzüge ab. Die 16 großen Schornsteine brauchten jede Menge Steinkohle zur Energieerzeugung.
Der Erste Weltkrieg (Kohle-und Absatzmangel) und die inflationären Entwicklungen 1922/23 setzten den Firmen wirtschaftlich zu, dass von 1925 - 1936 die gesamte Industrie Fredens niederlag. Die während des Zweiten Weltkriegs tätigen Nachfolgefirmen wie "Deutsche Faserstoff" und die Brinker Eisenwerke mit zusammen etwa 1.000 Arbeitskräften waren nur einige Jahre Arbeitgeber.
1949 vereinigten sich Groß- und Klein-Freden politisch zur Gemeinde Freden (Leine). Am l. Juli 1965 entstand durch freiwilligen Zusammenschluss die Samtgemeinde Freden (Leine) mit den Gemeinden Everode, Meimerhausen, Freden, Winzenburg, Eyershausen, Ohlenrode und Wettebom.
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